flutgeräusch

aus "flutgeräusch"...(in arbeit)

...als der morgen seinen anfang suchte und das watt leer und abgelutscht vor mir lag stemmte sich mein puls gegen die schwerkraft und schien mich bluttarm wie ein geist durch das haus taumeln zu lassen. von westen setzte leichter regen ein und die tropfen sammelten sich an meinem kinn und liefen über meinen adamsapfel und die brust herunter. wie oft hatte ich solche morgen erlebt. aber ich war dafür dankbar, erinnerten sie mich doch wie eng ich mit diesem element verbunden war.

ich begann in der küche nach dem kaffee zu suchen. was für ein komisches bild muss ich wohl hier abgeben, so oft war ich schon hier und immer wieder war es, als müsste ich mich neu erinnern und diesen ort erst wieder finden.

von der terasse und endlich mit kaffee ausgestattet fiel mein blick auf einen gegenstand der scheinbar neu da lag. war der sturm letzte nacht wirklich so stark gewesen das er mich irritierte und etwas vorgaukelte? der schrei einer silbermöwe ließ mich aufschrecken und kaffe floß an meiner hand zum boden.

wieder nahm mein blick dieses etwas wahr und fesselte meine augen...

Kommentare:

Annegret hat gesagt…

Hallo Jens,

schreibst Du an einem Roman? Wenn ja, dann fängt er schon spannend an. Nur weiter so.

Annegret

Anonym hat gesagt…

Flutgeräusch... alleine das Wort weckt Erinnerungen!
Es erinnert mich daran, wie klein ich mir vorkam, als ich zum ersten Mal an der Nordsee stand. Denn die Geräuschkulisse war und blieb unverwechselbar - einmalig, atemberaubend! Ein wunderbarer Name für Dein Projekt!
LG

LadyArt hat gesagt…

...in der tat, sehr interessant und verlockend... aber - auch irritierend:
"wieder nahm mein blick dieses etwas wahr und fesselte meine augen..."

dein blick fesselte also deine augen? wie machte er denn das?

du bist ganz schön wagemutig, wenn du die wahrheit draußen stehen lässt...